Schottland – Die Fotos!

Spät aber doch. Endlich mehr Infos von Schottland! Jetzt machts vielleicht sogar mehr Sinn, weil man sich schon wieder daran zurückerinnern kann ;-).

Samstag – Warten

Am Samstag machten sich Xhris und Andreas schon auf den Weg nach Edinburgh, während ich zu Hause gespannt auf meine Family wartete. Diese kam dann spät in der Nacht, aber immerhin noch rechtzeitig zum Mitternachtsessen, an – die Fähre hatte Verspätung gehabt.

Sonntag – Fahrt nach Ayr & Railway Museum

Am Sonntag in der Früh machten wir uns keinen Stress, frühstückten gemütlich und fuhren dann los. Wir kamen an Sherwood Forest und Nottinghill vorbei und machten einen Zwischenstopp beim Railway Museum in York. Dort gab es in einer großen Halle zahlreiche alte Loks zu sehen und in einem hinteren Teil war ein riesiges Lager, wo so ziemlich alles was alt war und je in oder bei einem Zug benutzt worden war lagerten.

Am Abend trafen wir dann auf Xhris und Andreas, die mit dem Zug nach Ayr gefahren waren und uns schon ein wirklich tolles Bed and Breakfast reserviert hatten. Meine „Find Friends“ App half uns dabei sie gleich am Strand zu orten.

Ein paar von Xhris‘ (Edinburgh) Fotos:

Montag – Culzean Castle und Inveraray

In der Früh gab es dann ein herrliches Frühstück (für welches wir am Vortag schon auf einem Zettel hatten ausfüllen müssen was wir genau wollen). Unter anderem gab es Lachs, pochierte Eier mit Sauce Hollandaise, typisch schottisches Frühstück und Haferflocken.

Anschließend packten wir unsere Sachen und Xhris, Andreas, Mama und ich machten noch einem kurzen Spaziergang zum angeblichen Schloss, dass sich allerdings als drei große, schöne Häuser entpuppte.

Dann ging es weiter zum Culzean Castle – einem wirklich prunkvollen Schloss, das wir uns von innen ganz in Ruhe ansahen. Außen gab es einen riesigen Garten in welchem unter anderem auch zahlreiche Pflanzenarten angebaut waren. Da waren so einige Gärtner am Werk!

Wieder ging es weiter zwischen tausenden von Schafen, riesigen muggeligen Wiesen und markant gelben Sträuchern hindurch.

In Inveraray machten wir als nächstes Halt, nach ein paar kurzen Fotos vom Jail und dem filmreifem Märchenschloss gönnten wir uns einen wohlverdienten Kaffee.

Anschließend fuhren wir weiter die Straße/ das Loch entlang und suchten nach einer Bleibe, was sich als schwieriger als gedacht herausstellte. In Trip Advisor war das Tourismusbüro in einem Ort eingezeichnet. Wir fuhren die Straße dreimal entlang, bis wir das Schild „Tourismusbüro“ neben dem kleinen Buchladen sahen, der allerdings schon geschlossen hatte. Irgendwann fanden wir ein B&B, das aber ausgebucht war. Aber es hatte einen Wegzeiger zum nächsten heraussen. Dort, in Lochhilphead, übernachteten wir dann. Als wir eincheckt hatten wollten wir noch was Essen gehen und fuhren wieder eine Runde herum nur um nachher festzustellen – jetzt gibts nur mehr beim Restaurant in unserem Hotel was zu essen.

Danach machten Papa, Xhris, Andreas und ich noch einen Nachtspaziergang den Crinan Kanal entlang.

Dienstag – Sonnige Sehenswürdigeiten

Am nächsten Tag schien die Sonne und es wurde richtig warm. Das traf sich auch wunderbar für unseren Stopp bei den Temple Wood Stone Circles, bei denen wir ein ganz schönes Stück durch die Wiese spazierten.

Anschließend gings ab zum Arduaine Garden – einer riesigen Anlage mit unterschiedlichsten Pflanzen und Blüten in der man sich teilweise wie im Urwald vorkam.

Dann ging es weiter nach Oban, vom Craig’s Tower („Kollosseum“) aus konnte man wunderbar hinunter aufs Wasser sehen.

Dann ging es weiter zum Glenfinnan Monument und Glenfinnan Viaduct, das euch bestimmt aus Harry Potter bekannt ist.

In Fort William suchten wir uns dann eine Bleibe für die Nacht. Dort gab es unendlich viele Unterkünfte, aber fast alle waren ausgebucht, daher mussten wir uns dann am Ende aufteilen. Aber zumindest haben wir was gefunden!

Zum Abendessen fuhren wir dann in die Stadt, denn unser B&B lag schon etwas außerhalb. Dort spielte gerade eine Gruppe Dudelsackspieler denen wir ein bisschen zuhörten. Anschließend machten wir uns wieder auf die Suche nach etwas zu essen. Im Endeffekt nahmen wir 20min Wartezeit in Kauf bis wir einen Platz bekamen (und mussten auch ewig aufs Essen warten). Aber es war trotzdem gemütlich und das Essen schmeckte.

Mittwoch – Castles & Glenfiddich

Am nächsten Morgen beim Frühstück lernten Andreas, Xhris und ich ein deutsches Pärchen kennen. Sie erzählten uns, dass gerade Hauptsaison sei und sie daher schon alle B&Bs im Vornherein gebucht hatten.

Nach dem Frühstück wurden wir von den anderen abgeholt. Ich wollte mir das Fort von Fort William ansehen. Das gab es aber nicht. Es gab nur ein Inverlochy Castle, das aber nicht sehr groß und schon sehr zerfallen war. Daher gings dann gleich weiter in Richtung Loch Ness. Dort blieben wir beim Urquhart Castle stehen. Während Xhris und Andreas hinein gingen fuhr der Rest zum nächstgelegenen Kaffee und machte dort eine angenehme Pause.

Anschließend fuhren wir weiter nach Inverness und sahen uns kurz von außen die beeindruckendsten Gebäude der Altstadt an. Vor allem das Inverness Castle mit der Blumenuhr davor war wirklich schön. Wir hatten nicht viel Zeit, daher machten wir nur einen Eileinkauf beim Tesco und aßen im Auto. Als nächstes war eine Whisky-Distillery-Besichtigung geplant.

Wir fuhren zu Glenfiddich und hatten dann noch genügend Zeit um die riesige Waschbecken-Halle im Klo samt Kamin und Couch zu bewundern.
Die Führung war wirklich top und ich lernte eine ganze Menge, tatsächlich könnte man dazu fast einen eigenen Blogpost verfassen! Von eingegrabenen Fässern und Bäumen die vom Alkoholgehalt in der Luft ganz schwarz waren über Cherry-Fässer aus Spanien und Bourbon-Fässer aus Amerika bis hin zu Heiratsfässern, 38 000 Liter-Fässern und „dutyfree“ Lagerhäusern. Am Ende der Führung durften wir den 12er, 14er, 15er und 18er Whisky verkosten und damit feststellen, dass diese tatsächlich komplett unterschiedlich schmeckten. Vor allem auch, wenn man dann ein paar Tropfen Wasser dazu gegeben hatte. Nur eine Frage blieb offen: Wir schmeckt der 21 Jährige?

Anschließend machten wir uns wieder auf die Herbergsuche. Auf Trip Advisor fanden wir auch gleich eines in der Nähe, dort fuhren wir zuerst mal vorbei. Es war nichts angeschrieben, aber wir trauten uns dann doch hinein in die Einfahrt mit dem hübsch gepflegten Garten. Drinnen war ein nettes Haus, aber es sah nicht sehr belebt aus. In einem Fenster sahen wir eine Frau die starr am Computer arbeitete, als ob sie eine Puppe wäre. Wir fuhren dann eine Runde um das Haus herum und als wir wieder zurückkamen sah sie uns auf einmal an. Papa traute sich zu fragen und es stellte sich heraus, dass die Umbauarbeiten noch im Gangen waren. Dann gings weiter mitten durch den Cairngorms National Park in Richtung des nächst „größeren“ Ortes: Tomintoul. Die B&Bs die wir auf Trip Advisor in den wenigen kleinen Orten fanden waren zum Teil nicht einmal mehr auffindbar oder aber eben ausgebucht. Mittlerweile wurde es schon 19:00. Wir fuhren dann weiter in Richtung Cock Bridge, also die unter Motorradfahrern bekannte Ausflugs-Strecke. Man sah wunderbar die Landschaft, leider war es regnerisch, aber man konnte schon erahnen wie beeindruckend das alles erst bei Sonnenschein wirken musste. Neben der Strecke war auch ein kleiner Bach, dieser wirkte doch tatsächlich so als ob er aufwärts fließen würde. Vielleicht waren die Wolken nicht ganz gerade, wer weiß.

Und dann auf einmal poppte ein Hotel auf. Weit und breit war sonst nichts. Wir läuteten an – alle Zimmer waren noch frei. Die nette Frau, die sich dort gemeinsam mit einem Golden Retriever um alles kümmert, kochte uns sogar noch etwas. Es wurde ein richtig gemütlicher Familienabend mit Dart, Guiness, Billiard und Schafssuppe. Das Hotel selbst sah aus wie eine Skihütte und zeigte uns, dass die Gerüchte um Teppichböden im Badezimmer tatsächlich stimmen.

Donnerstag

Am Donnerstag versuchte ich dann zum ersten Mal das schottische Nationalgericht Haggis und muss sagen, dass es gar nicht schlecht schmeckte. Es sind Schafsinnereien mit Haferflocken und anderen Dingen vermischt und schmeckt ähnlich Leberwurst.

Wir planten an diesem Tag die Küstenstraße entlang zu fahren, was ganz schön viele Kilometer bedeutete. Schon bald als wir losfuhren sahen wir Maßleisten neben der Straße stehen und fragten uns was man hier wohl in Fuß messen würde. Aber schon bald wurde und klar, dass dies für Hochwasser ist und den Büschen am Straßenrand zu urteilen hätten wir da gestern in der Nacht nicht einmal mehr entlang fahren können. Die Frau hatte uns ja auch berichtet, dass ihr Freund ihr erzählt hatte, dass auf manchen Straßen das Wasser stand. Glück gehabt!

Da das Balmoral Castle nur einige Meilen entfernt war, beschlossen wir dort noch auf einen Sprung vorbeizufahren, doch als wir es dann endlich gefunden hatten stellte sich heraus, dass man über 10£ Eintritt zahlen müsste. Da half uns diesmal auch nicht mal unsere National Trust Mitgliedschaft, denn dieses Haus gehört der Queen und da gibts kein Erbarmen. Da das Gebäude mitten im Wald lag sahen wir nicht einmal von der Straße oder aus der Entfernung aus auch nur irgendetwas davon. Aber dort waren wir!

Dann ging es weiter in Richtung Küste, zum Dunnottar Castle welches direkt auf den Klippen steht. Und das war wirklich beeindruckend, man konnte es von vielen Seiten ansehen und auch nahe hingehen, nur hinein kam man nicht, da es zu windig war. Anschließend warteten wir ewig auf das Essen von dem „Würstelstand“ der beim Parkplatz war. Aber es kam dann schließlich doch.

Der nächste größere Stopp war in Dundee bei der HM Frigate Unicorn, anschließend gingen wir zu einem Starbucks auf einen Kaffee und dann fuhren wir noch auf einen Berg hinauf von wo aus man einen herrlichen Ausblick über die Stadt hatte.

In Perth gab es wieder ein großes Schloss, zu dem man aber auch wieder kaum hinsah. Der Scone Palace war hinter Mauern und Wald versteckt. Dank Google Maps konnten wir aber eine Stelle auf der anderen Seite des Flusses orten von der aus man vermeintlich zwischen den Bäumen durch sehen konnte. In Mitten von Hochhäusern parkten wir dann und nach einem Spaziergang dem Fluss entlang konnten wir ihn tatsächlich entdecken.

Wir buchten dann online ein Hotel in Stirling. Es war sauber und gepflegt, schien aber seine besten Zeiten schon gesehen zu haben – wirklich modern war es nicht. Man fühlte sich eher in einen alten Film zurückversetzt, vor allem wenn man es wagte mit dem alten Lift zu fahren. Dieser war genau so, wie man ihn im Fernsehen ab und zu sieht: Man muss selbst beide Türen schließen und innen ist nur ein Gitter, außerdem war er ziemlich klein – ein echtes Abenteuer!

Wieder war es das Weatherspoon Pub das als einziges Lokal noch etwas zu essen (und natürlich Whisky) hatte. Im Übrigen soll man Spielautomaten nicht einfach vom Strom abstecken ;-).

Freitag – Wallace Monument, Falkirk Wheel, Kelpis und Edinburgh

Am Freitag in der Früh fuhren wir gleich nach dem Frühstück zum wirklich beeindruckenden Wallace Monument. Von Oben aus hatten wir einen herrlichen Ausblick in alle Richtungen, neben Schafen, Kühen und Pferden sahen wir auch einen Fluss, der sich einfach nicht entscheiden konnte in welche Richtung er fließen sollte. Vielleicht lag es ja am Whisky.

Dann ging es ab zum Falkirk Wheel, einem riesigen Schiffshebewerk. Wir kamen gerade rechtzeitig um live dabei zu sein wie ein Schiff hinauf auf den Kanal gehoben wurde. Beeindruckend war dort aber auch der riesige Souvenirshop, der einfach alle möglichen schottischen und regionalen Produkte zu bieten hatten.

Der nächste Souvenirshop erwartete uns bei den Kelpies – zwei riesigen Pferdekopfskulpturen die quasi im Nirgendwo herumstehen.

In South Queensferry blieben wir dann noch bei riesigen Brücken stehen, die LKWs winzig erscheinen ließen, bevor wir uns dann nach Edinburgh wagten. Andreas, Xhris und ich trauten uns dann sogar in die Burg wo es unter anderem ein Kriegsandenken gibt in welchem alle Namen schottischer Gefallener seit (und inkl.) dem ersten Weltkrieg in zahlreichen Mappen gelistet sind.

Falkirk Wheel

Samstag

Am nächsten Morgen fuhren wir dann noch zum Calton Hill, einem Hügel mitten in Edinburgh. Von dort aus hatten wir einen herrlichen Überblick über die Stadt und bis zum „Arthur’s Seat“ (Hügel).

Danach ließen wir Andreas und Xhris alleine zurück – sie würden sich noch den botanischen Garten ansehen und anschließend mit dem Flugzeug nach London fliegen.

Auf dem Rückweg kam uns in einem kleinen Ort eine Parade entgegen. Wir schlossen schnell die Fenster, damit uns die Verkleideten mit ihren Spritzpistolen nichts anhaben konnten. Nach einigen Stunden Autofahrt inkl. ein paar Stops, Eis und Einkaufen holten wir dann Xhris und Andreas vom Flughafen ab. Auf der Fahrt nach Bromley bestellten wir dann online die Pizza fürs Abendessen und danach gab es natürlich noch eine Whiskyverkostung der Resultate des Urlaubs!

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4 Responses

  1. Maria sagt:

    Ein tolles Werk, das alles so schön zu dokumentieren war sicher viel Arbeit. Danke dafür??

  2. Maria sagt:

    Ich bin’s die Theresa mir gefallen deine Fotos sehr gut liebe Grüße nach England

  3. Josef sagt:

    Hallo Angelika und Christoph liebe Grüße nach England und deine Fotos waren schön?✈️???????

  4. angi sagt:

    Hallo Theresa und Josef! ?
    Dankeschön! Freut mich, dass ihr hier auch reinschaut und euch die Fotos ? gefallen! Ich kann es kaum noch erwarten euch schon bald wieder in Österreich ? zu besuchen!! ✈️??
    Bis dahin wünsche ich euch noch einen wunderschönen Urlaub! ???⚽️??⛱
    Liebe Grüße aus London! ??????

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