„It should look like before“ vs. „Carry on as usual“

Gestern um 22:30 klopfte es auf einmal an unserer Zimmertür. Es war Ben, der uns erklärte, dass das Haus wieder auf dem Wohnungsmarkt stehen wird. Marissa (die Mutter seiner Kinder und auf dem Papier noch seine Ehefrau) hat es bei einer Argentur hineinstellen lassen. Daher kommen nächste Woche Leute von der Agentur um Fotos zu machen und deshalb müssen wir jetzt die Schuhe aus dem unteren Zimmer wegräumen (die die wir jeden Tag anziehen dürfen unten bleiben), weil das ist ja eigentlich ein Esszimmer. Und wir sollen alles zusammenräumen und alles verstauen, was wir haben, damit es leer aussieht. Also ideal sollte es so aussehen wie bevor wir einzogen („It should look like before“). Dazu müssen wir wohl die sichtbaren Sachen aus unserem Kasten mit der Glastür in unserem Dachschrägen-Raum verstauen. Und die ganzen Dinge auf Xhris‘ Schreibtisch, meinem Nachtkasterl beim Fernseher auch. Unsere Gartengarnitur darf dann netterweise am Balkon stehen (ich benutze sie jetzt immer als Schreibtisch) und auch der Schreibtischsessel wird toleriert. Ich hoffe mal nicht, dass wir den Drucker und unsere Lampe wegräumen müssen und wie wir das im Bad machen sollen, hab ich auch keine Ahnung. Naja, er weiß auch noch nicht mal, wann das Foto gemacht werden wird, irgendwann nächste Wochen halt. Und er will das Haus auch nur für ein Monat bei der Agentur haben und im November und Dezember jedenfalls keinen Besuch erhalten. Er selbst will es ja nicht verkaufen, aber der Marissa geht das Geld aus, was ich ehrlich gesagt nicht ganz verstehe. Sie lebt mit den 2 Kindern bei der Oma, hat einen Vollzeitjob und auch vom Ben bekommt sie immer Geld.

Was das jetzt heißt? Keine Ahnung. „Carry on as usual“ hat Ben am Ende auch noch gesagt (also „macht so weiter wie normal“). Er hat auch noch gemeint, wenn es verkauft ist, vergehen auch noch ein paar Monate, bis die dann wirklich da sind. Zum neue Wohnung suchen ist es momentan also definitiv zu früh (die wären bis wir sie wirklich brauchen schon lange alle weg). Aber wir müssen halt alles Mögliche nächste Woche mal im Kasten verstauen, das Bad muss ganz blitzblank sein und im Idealfall sollte alles so aussehen, als ob niemand hier wohnen würde.

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3 Responses

  1. Hannes Neustifter sagt:

    Also ich würde ja gar nix wegräumen (aber natürlich schön aufräumen und putzen). Dann sind die Fotos weniger schön. Und wenn die Fotos weniger schön sind wird nix verkauft. Und wenn nix verkauft wird gibt’s auch kein Problem 🙂

    Carry on as usual!

  2. Petra Neustifter sagt:

    So ein Augenblick war ja leider von Anfang an absehbar…. Aber auch der Ben wird sich dann um ein weiteres Projekt umsehen (und meinte ja, dass er euch mitnehmen will – obwohl, ob ihr das auch wollt?) Als Spielball zwischen zwei streitenden Ehepartnern ist es aber bestimmt nicht lustig… ;-(
    Kopf hoch und Durchhaltevermögen!
    Liebe Grüße Petra

  3. angi sagt:

    @Johannes: Ja, wenn das so durchgehen würde, wäre das sehr wünschenswert.
    @Petra: Ja, haben uns heute daran auch schon erinnert, dass er das mal gesagt hat und im Prinzip wäre es auch eine Win-Win-Situation, weil er eine große Wohnung haben könnte, aber auch schon einen ordentlichen Teil der Miete hereinbekommen würde, wenn wir drin wohnen. Wir haben den Standard den wir uns vorstellen und auch die Möbel müssten wir uns nicht selbst kaufen und er weiß, dass wir ordentlich mit allem umgehen, die Wohnung sauber halten und außerdem hat er ab und zu wen zum Reden am Abend.
    Die Marissa ist Gott sei Dank so gut wie nie da und wenn dann gehen wir einfach nach oben und es gibt kein Problem mehr.
    Liebe Grüße zurück in den Süden und gn8!

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