Am Montag kommt die Küche raus!

Alles fing eigentlich mit einer Fliegenplage an. Immer mehr kleine Mücken waren auf einmal in der Wohnküche. Im Verdacht hatten wir damals noch die Pflanzen, die wir dann alle auf den Balkon verfrachteten, allerdings half das nichts.

Einige Wochen später (Do, 17.3.) hörte es Xhris auf einmal hinterm Küchenkasterl tropfen. Durch einen kleinen Spalt, unten bei den Küchenkasterln konnten wir dann hineinsehen. Da sahs vielleicht aus! Eine kleine Latsche, ein paar Kabelstücke, ein paar kleine Rigips-Reste, ein leeres, kleines Haribo-Sackerl und die Ecke war schon etwas dunkel verfärbt aufgrund der Feuchtigkeit. Außerdem war alles voller Mücken – dagegen wirkte glücklicherweise ein Spray Wunder! Kein tägliches Absaugen mit dem Staubsauger mehr!

Wir sahen nach, ob wir irgendwie hinein konnten, aber alles schien sehr verbaut. Wir kontrollierten unsere Abwasch, unter der aber alles trocken war, zudem plätscherte es auch, wenn wir lange Zeit gar kein Wasser benutzt hatten, daraus schlossen wir, das das Problem nicht von uns stammte.

Wir informierten die Wohnungsagentur, die uns auf Crest Nicholson (der Hausverwaltung) verwies. Wir riefen dort an und sie machten ein „Ticket“ und meinten, sie würden zurückrufen.

Am Sonntag hatte sich immer noch niemand zurückgemeldet. Wir riefen also die Crest Nicholson Emergency Hotline an. Die versuchten einen Klemptner zu kontaktieren, der sich aber nicht zurückmeldete. Ihr eigener wollte erst kommen, wenn wir die Nachbarn kontaktiert hatten, was nicht so einfach war, weil keiner zu Hause war. Erst am Abend erreichten wir sie dann und Crest Nicholson schickte dann sogar um ca. 20:00 noch jemanden vorbei, der sich das Problem mal ansah. Er meinte er würde am nächsten Tag wieder kommen, wofür wir ihm einen Schlüssel gaben, damit er hinein kommt, wenn wir in der Arbeit sind.

Am nächsten Morgen (21.) kam er dann um 9 Uhr vorbei und ich hatte Glück schon angezogen zu sein, denn uns hatte keiner gesagt, wann er genau kommen würde, nur die Wohnungsagentur wusste das. (Die Mail, die ich in der Nacht um 21:30 von unserer Maklerin bekommen hab, hab ich leider so spät nicht mehr gelesen, sonst wäre ich besser vorbereitet gewesen, aber eigentlich lief eh alles perfekt ab.)

Der Klemptner machte dann ein kleines, rundes Loch von etwa 2cm Durchmesser in die Wand fand mit seinem Endoskop heraus, das das Wasser von oben kam.

Er schaute zwischendurch auch mal zu den Wasseranschlüssen nach draußen und dann kam dann auch mal ein Gehilfe und sie gingen kurz zur Wohnung über uns – ich kam mir vor wie in einem Durchzugshaus!

Er meinte dann er würde am nächsten Tag das Problem in der Wohnung über uns reparieren und irgendwann danach bei uns sauber machen und das Loch wieder stopfen (wofür er sich vorerst unseren Schlüssel behielt).

Kaum hatte er die Wohnung verlassen kam dann auch schon wieder ein anderer Klemptner (den ich von dem Office unten schon kenne), dem ich dann erklärte, dass die beiden schon dagewesen waren, und jetzt in der darüberliegenden Wohnung waren woraufhin er auch schon wieder weg war.

Die Tage vergingen und nichts passierte. Xhris rief dann am 23.3. nochmal an, aber sie konnten uns nichts bzgl. unserem Schlüssel sagen. Am nächsten Morgen schaute Xhris mal unten bei der Hausverwaltung vorbei und bekam den Schlüssel wieder, der die ganze Zeit über in einer Lade gelegen hatte. Sie meinten auch, dass sie das Problem schon behoben hätten und das sie mit uns diese Woche einen Termin vereinbaren werden, wann das Loch gestopft und der Boden sauber gemacht wird.

Am Fr. 1.4. schaute ich dann wieder unten vorbei und fragte nach und sie meinten, sie würden es an dem Tag erledigen. Ich wies sie freundlich darauf hin, dass ja keiner zu Hause ist und überließ ihnen dann meinen Schlüssel. Sie versicherten mir, dass ich ihn am Abend im Postkasten wiederfinden würde. Darauf hoffte ich, ansonsten müsste ich ja auf Xhris warten, bis er etwas später als ich von der Arbeit heimkommt. Glücklicherweise musste ich das dann aber nicht, den Schlüssel haben sie brav zurückgegeben, sonst ist allerdings nichts geschehen.

Am darauffolgenden Montag (4.4.) ging ich dann wieder hinunter. Ich fühlte mich schon wie ein Stammkunde und fragte, wann sie das machen würden. Er meinte, evtl. heute. Daraufhin meinte ich, dass ich ihnen dafür allerdings den Schlüssel da lassen müsste, weil ja keiner zu Hause ist. Ohne zu zögern meinte er dann, dass es sich heute wegen der vielen Arbeit nicht ausgehen würde (hätte er auch gleich sagen können, wäre wirklich kein Problem gewesen). Er meinte, dass es am Mittwoch geschehen würde. Ich sagte, dass er mich anrufen* soll, wenn sich irgendwas ändern würde, aber er beharrte drauf, dass es definitiv am Mittwoch geschehen würde.

*Unsere Nummern haben sie ja schon lange – Sie haben ja zB. auch schon ein paar Mal gesagt, dass sie mit uns einen Termin ausmachen wann die etwas (kosmetisch) beschädigte Wohnungstür ausgetauscht wird, was sie schon von Anfang an erwähnt haben, dass das mal passiert.

Am Mittwoch brachten wir ihnen dann also wieder mal einen Schlüssel vorbei und am Abend war das Loch zu. Allerdings fehlte die weiße Wandfarbe. Als ich der Wohungsagentur das gewünschte Update inkl. Fotos geschickt hatte, bekam ich als Antwort (am Do um kurz nach 11) zurück, dass die Arbeiter es eigentlich am Mittwoch fertig hatten machen wollen, aber es noch nicht trocken genug war, dass sies anmalten hatten können und, dass sie eigentlich vorgehabt hatten das heute (Do) zu machen aber, dass ihnen ja leider niemand einen Schlüssel unten gelassen hat. (*mit der Handfläche auf die Stirn hau* Das hätte uns doch bitte wer sagen können, so sinnlos, das die unsere Telefonnummern haben, hätten sogar einen Zettel in der Wohnung oder im Postfach hinterlassen können. Kein Mitdenken!) Weiters fragte die Maklerin, ob wir die Leute vll heute hereinlassen könnten oder ihnen noch einen Schlüssel vorbeibringen könnten. Höflich erklärte ich dann, dass uns das leider niemand gesagt hatte und, dass wir das leider nicht machen können, weil wir doch beide in der Arbeit sind und bot an, ihnen morgen einen Schlüssel vorbeizubringen.

Am Freitag kam dann endlich doch noch die Wandfarbe drauf. Die Ecke ist aber nach wie vor dreckig und nass.

Eigentlich gut, denn heute (9.4) in der Früh, hörten wir es wieder plätschern. Xhris ging zu den Nachbarn hinauf und informierte sie – sie hatten gerade abgewaschen. Außerdem rief er die Emergency Hotline wieder an und dann kam wieder ein Klemptner und dann ging der wieder hinauf und dann kam er mit einem anderen wieder zurück … Diese Woche hat Xhris auch herausgefunden, wie man ein bisschen besser hineinsehen kann und durch den Spalt schnitten sie die „Tellwolle“ weg. Man sieht nun auf das Abflussrohr um welches herum Wasser herunterfließt. Sie sind sich noch nicht ganz sicher woher das Wasser kommt, am Anfang haben sie auch schon vermutet, dass es Regenwasser sein könnte (es riecht auch eher nach Regen, es ist nicht stinkig und nicht schaumig), eine Idee die sie dann aber wieder verworfen haben, jetzt wurde sie allerdings wieder aktuell.

Einen Vormittag später haben sie jedenfalls beschlossen, dass am Montag die Küche heraus muss und zwar unsere und die von unseren Nachbarn über uns. Und evtl. müssen sie auch noch mehr Löcher in die Wand bohren. Um 8 Uhr in der Früh kommen sie dann – hurra!

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4 Responses

  1. Petra Neustifter sagt:

    Hurra! Da lacht das Mieterherz!!!
    Sehr ärgerlich, aber was soll man machen, wenn man den Handwerkern ausgeliefert ist….
    Ich wünsch euch ein baldiges Ende der Tortour!

  2. Xhrisma sagt:

    die ganze Kücheneinrichtung raus und eine „Neue“ rein? Hoffentlich geht das schneller, als die Suche nach dem Leck…na mal anderes als Schimmel – worüber andere Mieter Lieder schreiben könnten. Ich halt euch die
    Daumen, dass alles flink und ordentlilch durchgeführt wird. lg

  3. Maria sagt:

    Dann kommen jetzt hoffentlich jetzt keine Quellen mehr bei euch an?

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